Unser Familienwochenende in Hahnenklee
Als wir an einem Freitagabend mit unseren beiden Kindern – Lina (6) und Tom (10) – in Hahnenklee ankamen, war die Aufregung schon im Auto kaum zu bändigen. Tom hatte im Internet die Sommerrodelbahn entdeckt und redete seit Tagen von nichts anderem. Lina wollte unbedingt mit der Seilbahn fahren, weil sie „die Wolken anfassen“ wollte.
Samstag: Adrenalin am Bocksberg
Gleich nach dem Frühstück ging es zur Bocksberg-Seilbahn. Schon die Fahrt nach oben war für die Kinder ein riesiges Erlebnis – unter uns die Baumwipfel, in der Ferne der Brocken. Oben angekommen, steuerten wir direkt den BocksBergBob an. 1.250 Meter Sommerrodelbahn mit Jumps und Wellenstrecken – Tom war nicht mehr zu bremsen. Lina durfte bei mir mitfahren und quietschte vor Freude bei jeder Kurve. Wir sind bestimmt fünf Mal gefahren.
Danach entdeckten wir das Spaßpark mit Hexenlabyrinth (auf dem Bocksberg). Ein verwunschener Irrgarten mit interaktiven Stationen, der die Kinder restlos begeisterte. Tom versuchte systematisch den Ausgang zu finden, Lina rannte einfach lachend durch die Gänge. Währenddessen genossen wir Eltern einen Kaffee auf der Terrasse der Bergstation – mit Blick über den Harz. Manchmal braucht es nicht mehr.
Sonntag: Wandern mit Motivation
Am zweiten Tag wollten wir eine Wanderung machen – bei Kindern immer ein Drahtseilakt. Unser Trumpf: der Liebesbankweg. Auf diesem 7 Kilometer langen Rundweg stehen über 25 liebevoll gestaltete Bänke, jede mit einem anderen Thema. Das funktionierte perfekt als Motivation: „Nur noch bis zur nächsten Bank!“ Tom machte ein Wettrennen daraus, Lina setzte sich feierlich auf jede einzelne Bank und posierte für Fotos.
Am Grumbacher Teich legten wir eine Pause ein. Die Kinder warfen Steine ins Wasser, sammelten Tannenzapfen und entdeckten einen Frosch. Dieser eine Moment – alle vier auf einem Baumstamm sitzend, Brotzeit essend, die Sonne blinzelt durch die Bäume – das war eigentlich der Höhepunkt des Wochenendes. Kein Programm, kein Eintritt, einfach Natur.
Entspannung für die Eltern
Was uns besonders positiv auffiel: Während die Kinder auf den zahlreichen Spielplätzen tobten, konnten wir Eltern tatsächlich durchatmen. Im Kurpark gibt es einen wunderschönen Spielplatz direkt neben einer Sitzecke. Abends, als die beiden erschöpft ins Bett fielen, saßen wir auf dem Balkon unserer Ferienwohnung, hörten den Wald rauschen und waren uns einig: Hier kommen wir wieder.